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Farb-Tools

Farbmischer

Mischen Sie zwei Farben in beliebigem Verhältnis mit linearer Licht-Interpolation. Optional 11 gleichmäßig verteilte Gradienten-Stopps zwischen ihnen anzeigen.

Farbmischer

0 % = pures A, 100 % = pures B, 50 % = gleichmäßige Mischung.

Ergebnis

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Was bedeutet Farbenmischen?

Zwei Farben zu mischen heißt, sie entlang einer geraden Linie in irgendeinem Farbraum zu mischen, sodass jeder Zwischenton zwischen ihnen entsteht. Die Wahl des Raums spielt eine Rolle: Mischung in rohem sRGB (den Werten in einem Hex-Code) wirkt intuitiv, erzeugt aber matte, graue Mittelpunkte – weil sRGB gamma-codiert ist, nicht linear. Mischung in linearem RGB – was dieses Tool standardmäßig macht – ergibt hellere, genauere Mittelpunkte, die der physikalischen Lichtaddition entsprechen. Der Unterschied ist am sichtbarsten, wenn du eine gesättigte Farbe mit Weiß oder mit einer anderen gesättigten Farbe mischst: lineare Mischung hält den Mittelpunkt lebhaft, während naive sRGB-Mischung ihn flach macht.

So nutzt du diesen Mixer

Wähle zwei Farben mit den Pickern (oder füge Hex-Codes ein), dann ziehe den Verhältnis-Schieberegler, um zu wählen, wie viel B in A gemischt wird. Der Ergebnisblock aktualisiert sich live und zeigt Hex-, RGB- und HSL-Werte. Aktiviere 11 Zwischenstopps zeigen, um einen elfteiligen Verlaufsstreifen zwischen den beiden zu rendern – praktisch, um interpolierte Farben für Diagrammachsen oder Animations-Frames auszuwählen. Klicke einen Stopp, um seinen Hex-Wert zu kopieren.

Wann was nutzen

Nutze diesen Mixer, um Markenfarben für Hover-/Aktiv-Zustände zu mischen, interpolierte Diagramm-Reihen an benutzerdefinierten Positionen abzuleiten, datengebundene Verläufe zu bauen (Heatmap von Kalt nach Warm) oder schnell zu prüfen, ob zwei Farben einen matschigen Mittelpunkt ergeben, bevor du dich auf einen Verlauf festlegst. Für UI-Zustände geben Zwischenstopps bei 25 %, 50 % und 75 % eine stimmige Rampe ohne visuelle Lücken. Für Datenvisualisierung entsprechen 11 Stopps einer typischen 0–100-Skala (alle 10 %) – ohne Zusatzrechnung.

So wird die Mischung berechnet

Jede Eingabefarbe wird in lineares sRGB gamma-decodiert: Werte unter 0,04045 werden durch 12,92 geteilt, der Rest läuft durch ((c + 0,055) / 1,055)2,4. Die beiden linearen Werte werden dann pro Kanal linear interpoliert: out = A·(1−t) + B·t, wobei t die Schiebereglerposition ist. Schließlich wird das Ergebnis zurück nach sRGB gamma-codiert und auf den 0–255-Byte-Bereich gemappt. Das ist dieselbe Pipeline, die moderne Bildbearbeitungs-Programme für genaues Verlaufs-Rendering nutzen.

Mischen in verschiedenen Farbräumen

Naives sRGB: schnell, intuitiv, erzeugt aber dunkle/matschige Mittelpunkte – für lebhafte Mischungen meiden. Lineares sRGB (was wir nutzen): physikalisch akkurate Lichtaddition; Mittelpunkte bleiben hell. HSL: gut für Farbton-Rampen, interpoliert aber schlecht durch Bereiche niedriger Sättigung. OKLCH: wahrnehmungsmäßig gleichförmig; der Goldstandard für Design-Tokens, aber komplexer zu berechnen. Für alltägliches Farbenmischen trifft lineares sRGB die richtige Balance zwischen Genauigkeit und Einfachheit.

Häufig gestellte Fragen

Warum sieht meine 50/50-Mischung heller aus als erwartet?
Weil wir im linearen Lichtraum mischen, der modelliert, wie Photonen sich tatsächlich kombinieren. Naive Mischung im gamma-codierten sRGB verdunkelt Mittelpunkte – das ist das matte, graue Aussehen alter Mal-Apps. Das hellere Ergebnis hier ist physikalisch genauer; brauchst du den Legacy-Look, mische stattdessen in HSL mit einem Helligkeitsdurchschnitt.
Was ist der Unterschied zwischen Mischung und Verläufen?
Mischung erzeugt eine einzelne Ausgabefarbe bei einem Verhältnis; ein Verlauf ist die Visualisierung jeder Ausgabe zwischen 0 % und 100 %. Der 11-Stopps-Modus überbrückt beides – er sampelt den Verlauf an 11 diskreten Verhältnissen, was reicht, um Color-Banding zu erkennen oder diagrammfreundliche Zwischenfarben zu wählen.
Warum 11 Stopps, nicht 10?
Elf Stopps geben dir beide Endpunkte (0 % und 100 %) plus neun gleichmäßig verteilte Mittelpunkte – dieselbe Dichte, die linear-gradient intern für prozentuale Stopps verwendet. Mit zehn Stopps würdest du entweder den Anfang oder das Ende der Rampe verlieren.
Ergibt das Mischen zweier Komplementärfarben immer Grau?
Ja, per Definition – so sind Komplementärpaare konstruiert. Der Mittelpunkt von Rot und Cyan oder Gelb und Blau liegt auf der achromatischen Achse. Praktisch als Plausibilitätscheck: Wenn deine angeblich komplementäre Palette nicht zu einem Fast-Neutralwert mittelt, sind die Farben nicht wirklich komplementär.
Kann ich mehr als zwei Farben mischen?
Nicht in einem Durchgang mit diesem Tool – es ist bewusst auf eine Zwei-Farben-Mischung beschränkt. Für einen mehrstufigen Verlauf mische sequenziell paarweise: A und B zu C, dann C und D, und so weiter. Oder nutze unseren Farbharmonie-Generator, um drei oder mehr Farben mit bekannter geometrischer Beziehung anzuordnen.
Werden Alpha-Kanäle unterstützt?
Noch nicht – der Mixer geht davon aus, dass beide Eingaben vollständig opak sind. Farben mit unterschiedlichen Alpha-Werten zu mischen, erfordert Entscheidungen zwischen straight und premultiplied Alpha, die vom Anwendungsfall abhängen (UI-Overlay vs. Bildkomposition), daher halten wir dieses Tool auf opake Mischungen fokussiert. Für halbtransparente Stapel überlagere die Farben direkt mit CSS background.