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Finanzen

Kreditkarten-Tilgungsrechner

Berechnen Sie, wie lange es dauert, eine Kreditkartenschuld zu tilgen — und wie viel Sie sparen, wenn Sie mehr als die Mindestrate zahlen.

Kreditkarten-Tilgungsrechner

Was Sie realistisch monatlich zahlen können.

Monate bis zur Tilgung

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So funktionieren Kreditkartenschulden

Kreditkartenschulden sind aufgrund zweier Verstärkungseffekte ungewöhnlich teuer. Erstens ist der effektive Jahreszins hoch – in den USA typischerweise 18–29 %, bei Händlerkarten oft mehr. Zweitens werden Zinsen auf den durchschnittlichen Tagessaldo berechnet und monatlich dem Kapital zugeschlagen, sodass Sie im nächsten Monat Zinsen auf die Zinsen dieses Monats zahlen. Die Mindestrate ist darauf ausgelegt, Sie in der Verschuldung zu halten: Sie beträgt meist 1–3 % des Saldos plus aufgelaufene Zinsen, also kaum mehr, als zur Deckung nötig ist. Bei einem Saldo von 5.000 $ zu 22 % Jahreszins kann allein die Mindestrate über 20 Jahre dauern und allein an Zinsen mehr kosten als der ursprüngliche Saldo. Der Ausweg ist mathematisch, nicht motivational: Jeder zusätzliche Euro über die Mindestrate hinaus reduziert direkt das Kapital, was wiederum jede folgende Zinsbelastung senkt. Dieser Rechner rechnet beide Richtungen. Im Modus „Wie lange?“ geben Sie Ihre Rate an und sehen den Zeitplan. Im Modus „Tilgung in X Monaten“ legen Sie ein Zieldatum fest und erhalten die nötige Rate. So oder so ist die Lehre dieselbe: Größere Raten arbeiten zinseszinsmäßig zu Ihren Gunsten.

So funktioniert es

  1. Modus wählen — Wählen Sie „Wie lange bis zur Tilgung?“, wenn Sie einen festen Monatsbetrag im Kopf haben, oder „Tilgung in X Monaten“, wenn Sie eine Frist haben.
  2. Saldo und Jahreszins eingeben — Verwenden Sie den aktuellen Abrechnungssaldo und den Einkaufs-Jahreszins (nicht den Lockzins, falls dieser abgelaufen ist).
  3. Rate oder Ziel eingeben — Seien Sie ehrlich – eine Rate, die Sie im dritten Monat ausfallen lassen, hilft nicht. Wählen Sie einen Betrag, den Sie durchhalten können.
  4. Vergleich lesen — Der Tipp unter dem Ergebnis zeigt, was bereits 50 € mehr pro Monat sparen. Oft sind es Hunderte oder Tausende.

Die Berechnung

Beide Modi nutzen die klassische Tilgungsformel, nur umgestellt. Der erste löst nach der Anzahl der Monate bei gegebener Rate auf. Der zweite löst nach der Rate bei gegebener Monatszahl auf.

n = − ln(1 − (B × r) / M) / ln(1 + r)

B ist der Saldo, r ist der Monatszins (Jahreszins ÷ 12 ÷ 100), M ist die Monatsrate und n die Anzahl der Monate.

M = B × r × (1+r)n / ((1+r)n − 1)

Gleiche Variablen, aufgelöst nach der Rate, die den Saldo in genau n Monaten vollständig tilgt.

Warum Mindestraten eine Falle sind

Bei einem Saldo von 5.000 $ zu 22 % Jahreszins: 100 $/Monat (etwa die typische Mindestrate) dauern rund 8 Jahre und kosten etwa 4.800 $ Zinsen – nahezu eine Verdopplung der Schulden. 150 $/Monat führen in rund 4 Jahren mit 2.300 $ Zinsen zur Tilgung. 250 $/Monat schaffen es in gut 2 Jahren mit etwa 1.200 $ Zinsen. Das Muster wiederholt sich bei jedem Saldo: Kleine Erhöhungen der Monatsrate führen zu großen Senkungen der Gesamtkosten. Rechnen Sie oben Ihre eigenen Zahlen durch.

Häufig gestellte Fragen

Berücksichtigt das auch neue Belastungen, die ich auf die Karte buche?
Nein – es geht davon aus, dass Sie die Karte während der Tilgung nicht mehr nutzen. Neue Käufe verlängern die Laufzeit und erhöhen die Zinsen. Der schnellste Weg aus Kreditkartenschulden ist, keine neuen aufzuhäufen.
Was ist mit Saldoübertragsangeboten?
Wenn Sie für einen 0-%-Einführungs-Saldoübertrag qualifiziert sind, rechnen Sie mit dem Übertragsbetrag, dem 0-%-Satz und der Aktionsdauer. Anschließend rechnen Sie mit dem regulären Jahreszins für den nach dem Aktionsende verbleibenden Saldo erneut. Achten Sie auf die Übertragungsgebühr – meist 3–5 %.
Was ist der Unterschied zwischen effektivem Jahreszins und Zinssatz bei einer Kreditkarte?
Bei den meisten Kreditkarten ist es derselbe Wert. Der Jahreszins enthält nur Zinsen – Gebühren wie Mahn- oder Jahresgebühren werden separat in Rechnung gestellt. Der Tageszins (DPR) ist Jahreszins ÷ 365, der Monatszins ist Jahreszins ÷ 12.
Soll ich zuerst die Karte mit dem höchsten Zins oder dem kleinsten Saldo tilgen?
Mathematisch kostet der höchste Zins zuerst (Lawinenmethode) am wenigsten Gesamtzinsen. Psychologisch baut der kleinste Saldo zuerst (Schneeballmethode) Schwung auf, weil Sie Karten schneller abhaken. Beides funktioniert – wählen Sie, was Sie durchziehen.
Warum sagt der Rechner, meine Rate sei zu niedrig?
Wenn Ihre Monatsrate kleiner ist als die monatliche Zinsbelastung (Saldo × Jahreszins ÷ 12), wächst der Saldo, statt zu schrumpfen. Der Rechner weist darauf hin – erhöhen Sie die Rate, bis sie mindestens die Zinsen plus etwas Tilgung deckt.
Funktioniert das auch für persönliche Kreditlinien oder HELOCs?
Ja, sofern der Zins für die Tilgungsdauer fest ist und Sie die Linie nicht weiter in Anspruch nehmen. Variabel verzinste Linien ändern die Rechnung monatlich – nutzen Sie den aktuellen Zins als Schätzung und rechnen Sie nach jeder Zinsänderung neu.